Kunstgeschichte - Bilder


         1910           

                 


  • Rilke Rainer Maria

    Malte Laurids Brigge


    Döblin Alexander

    Die Ermordung der Butterblume


    Ch. Péguy

    Unsere Jugend


    Claudel P.

    Fünf große Oden


    Bennett Armold

    Die Familie Clayhanger


    Gorki Maxim

    Wassa Schelesnowa


    Bunin Iwan

    Das Dorf


    <p>Das Dorf (russisch Деревня, Derewnja) ist eine Erzählung des russischen Nobelpreisträgers für Literatur Iwan Bunin, die 1909 in Moskau entstand und 1910 im Oktober- und Novemberheft der Sankt Petersburger Zeitschrift Sowremenny mir erschien.</p> <p>Bunin erzählt aus dem Leben der Brüder Tichon und Kusma Krassow im russischen Schwarzerde­gürtel. Der introvertierte Dichter Kusma äußert über den skrupellosen, erfolgreichen Bruder Tichon: „Deine Biographie müßte man schreiben.“</p> <h4>Handlung</h4> <p>Urgroßvater Krassow wurde in der Nähe des Gutshofes Durnowka von einer Meute Windhunde zu Tode gehetzt, weil er sich mit der Frau des Gutsherrn Durnowo eingelassen hatte. Großvater Krassow kaufte sich aus der Leibeigenschaft frei, zog in die Stadt – genauer, er bezog eine Hütte in der Armenvorstadt – und gestand dem Richter schließlich haarklein jede seiner Schandtaten als Kirchenräuber. Vater Krassow betrieb in Durnowka einen Kramladen.</p> <p>Tichon wurde – wie der Vater – Krämer und pachtete am Bahnhof Worgol in der Nähe von Durnowka eine Schenke. Tichon – von den Russen Strammbein genannt – „erledigt“ den Junker Durnowo und übernimmt dessen Gut. Mit seinen Frauen hat der inzwischen 50-jährige Tichon weniger Glück gehabt. Die erste, eine taubstumme Köchin, erdrückt das gemeinsame Kleinstkind versehentlich im Schlaf. Nastassja Petrowna, seine zweite Frau, gebiert ein totes Mädchen nach dem andern.</p> <p>Es kommen unruhige Zeiten. Gutsbesitzer suchen bei der Obrigkeit Schutz. Es heißt, Durnowkaer wollen Tichon umbringen.</p> <p>Nach dem Tod ihrer lieben Mutter waren die Brüder gemeinsam etliche Jahre als Hausierer durchs Gouvernement gezogen und waren schließlich im Zorn auseinandergegangen. Unerwartet versöhnen sich beide. Tichon staunt – Kusma, ein begeisterter Leser von Turgenjews Rauch, hat einen Gedichtband verfasst und hat über den Russisch-Türkischen Krieg geschrieben. Er hatte bei einem Jelezer Viehzüchter gearbeitet und zehn Jahre in Woronesch als Makler verbracht. In Woronesch hatte er ein Verhältnis mit einer verheirateten Frau gehabt und war Tolstojaner geworden. Tichon möchte, der Kontorist Kusma soll Durnowka verwalten. So ohne Weiteres sagt Kusma nicht zu, denn er sei Atheist und Anarchist. Leute schinden käme nicht in Frage. Kusma weiß von den Geschäftspraktiken des Bruders – zum Beispiel das Zahlungen Hinauszögern.</p> <p>Nastassja Petrowna stirbt auf dem Weg zum Bahnhof. Tichon findet einen Käufer für Durnowka und zieht in die Stadt. Er lädt Kusma zu der Fahrt ein: „Komm … mit … Bruderherz, weg von diesen Banditen!“ Kusma geht mit, obwohl er meint, der Bruder ist ein Gauner – schon weil er den aus Tula zurückgekehrten „Banditen“ Denis, einen Schuster – auch Deniska genannt, mit Awdotja, „die Junge“ genannt, verheiratet.</p> <p>Kusma versucht sich mit dem Bruder in der Stadt als Getreidehändler.</p>

    H. Walden (A. Stramm, K. Schwitters, L. Schreyer)

    Sturm-Kreis


    Imaginismus in England


    Marinetti F. T.

    Blütezeit des italienischen Futurismus


    Zweite Moderne in Böhmen


    Naturalistischer Roman in den USA


    R. M. Valle-InclÃÂ

    Modernismus in Spanien


    R. Dario

    Modernismus in Lateinamerika, Kreolismus und Arielismus


    E. Glanville, H. Rider Haggard, J. Buchan

    Weiße Kolonial- und Abenteuerromane über Afrika


    A. Tairow, W Meyerhold

    Schule K. Stanislawski in Rußland


  • Sologub Fjodor

    Totenzauber


    Proust M.

    Auf der Suche nach der verlorenen Zeit


  • Mann Heinrich

    Der Untertan


    Der Untertan ist ein Roman von Heinrich Mann aus dem Jahr 1914. Die erste Buchausgabe erschien 1918. Heinrich Mann erzählt mit ironischer Distanz die Lebensgeschichte des fiktiven Opportunisten Diederich Heßling von dessen Kindheit bis hin zur Sicherung seiner Stellung in der wilhelminischen Gesellschaft des deutschen Kaiserreichs um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert.


  • Poetische Mobilmachung und politische Spaltung der europäischen Literatur durch das Weltkriegserlebnis:


    Blütezeit des Expressionismus in Deutschland


    Expressionismus wird internationales Phänomen


    Dadaismus kommt von Zürich über Berlin nach Paris


    Kafka Franz

    avantgardistische Prosa


    Mann Heinrich

    Zeitkritische Romane


    G. B. Shaw, J. Galsworthy, J. Drinkwater, W Somerset Maugham

    Realistisches Drama in England


    D. H. Lawrences, J. Joyces

    Frühe Prosa


    G. Apollinaire, P Reverdy

    Literarischer Kubismus in Frankreich


    Nachwirkungen der Generation von 98 in Spanien:


    Imaginismus (S. Jessenin) in Rußland, zweite literarische Periode: Avantgarde und Oktoberrevolution


    J. Reed, U. Sinclair, S. Lewis, W Cather

    Sozialkritische Romane in den USA


    G. López y Fuentes, M. Azuelas

    Mexikanischer Revolutionsroman


    J. Copeaus Théatre du Vieux-Colombier in Frankreich; wichtigste Schüler: L. Jouvet, C. Dullin



                 

         1910